16.12.06

je ne regrette rien

Hatte diese Woche zwei außergewöhnliche Besuche bei einem neuen Kunden. Er hatte meine Anzeige in der Zeitung gelesen und mich am gleichen Tag angerufen. Er wirkte am Telefon etwas schüchtern. Es war das erste Mal, daß er die Dienste einer Dame meines Gewerbes in Anspruch nahm. Vor Aufregung konnte er mir erst gar nicht seine richtige Telefonnummer sagen, aber nach einigem hin und her hat es dann doch geklappt. Bei meinem Rückruf verabredeten wir ein Treffen für den gleichen Abend.

Pünktlich öffnete er mir die Tür und bat mich zunächst in sein Wohnzimmer, wo wir etwas zusammen tranken. Plötzlich fragte er mich, ob er eine Platte von Edith Piaf auflegen dürfe. Und wie er durfte. Seit meiner Jugendzeit liebe ich ihre Chansons, die so schöne, meist bittersüße Geschichten und manchmal auch Geschichten in der Geschichte erzählen. Und da saßen wir dann plötzlich einträchtig Arm in Arm auf dem Sofa und lauschten verzückt dieser kraftvollen Stimme, die aus dem zerbrechlichen Körper herausquoll. Und schwelgten in Erinnerungen, erzählten von unseren Erlebnissen. Doch schließlich war die Platte zu Ende und wir gingen in das Schlafzimmer, wo wir einander die Körper wärmten und die Lust enfachten. Und natürlich zelebrierten. Ein wundervoller und außergewöhnlicher Abend zu dem ich aus vollem Herzen singen kann: "non, je ne regrette rien".

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